Zitate Juni 2019

Medien-Zitate Juni 2019

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Entlastung statt neuer Forderungen!

„Seit über 60 Jahren gibt es Studien zur Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern. Ganz egal, mit welcher methodischen Herangehensweise gearbeitet wird, ein Ergebnis ist immer gleich: Lehrkräfte arbeiten erheblich zu viel, und es existiert ein riesiger Berg nicht sichtbarer Überstunden – ohne Bezahlung, ohne Zeitausgleich, vielfach ohne Perspektive auf Besserung, weil diesbezügliche Hilferufe immer wieder vom chaotischen Geschrei neuer Forderungen erstickt werden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „aps“ vom Februar 2019, S. 3

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Die Ergebnisse sind so eindeutig, dass sie den Verantwortungsträgerinnen und -trägern in unserem Schulsystem Anlass genug sein müssten, um den Beschäftigten jene Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen, die ein erfolgreiches pädagogisches Wirken ermöglichen. […] Denn nur gesunde Lehrpersonen können jene Leistungen erbringen und entfalten, die auch am Ende des Tages jenen zugutekommen, die die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten, nämlich den Schülerinnen und Schülern.
Mag. Dr. Jörg Spenger, Leiter der Studie „Under pressure“, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 17

Zahlreiche bildungswissenschaftliche Zitate zur hohen Belastung, der Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt sind, sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lehrerbelastung nachzulesen.


Fehlende Schulreife:

„Was läuft da aus dem Ruder? Seit längerer Zeit weisen namhafte PsychologInnen auf die Zunahme schwerer psychischer Störungen im Kinder- und Jugendalter hin. Vielen Sechsjährigen wird das Fehlen von Selbstorganisation und Impulskontrolle sowie leichte Ablenkbarkeit attestiert. Schlechte Voraussetzungen für eine gelungene Schulkarriere.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Früh übt sich:

„The BCS data (Anm.: BCS = British Cohort Study) also show that better self-regulation at age 5 was associated with lower likelihoods of smoking and engaging in high-risk drinking in adulthood. Similarly, children in the Dunedin Study who exhibited better selfregulation throughout childhood were less likely to be dependent on substances in adulthood, including tobacco, alcohol, cannabis, street or prescription drugs.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 26

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

„Vorlesen stärkt soziale Beziehungen. 40 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, zeigen sich im Alltag besonders darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Dies gilt nur für 17 Prozent der Kinder, denen selten oder nie vorgelesen wurde.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 42

Shared book reading:

„High frequency of shared book reading before the beginning of primary education is related to higher student achievement, both for children from high and from low parental education backgrounds.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“. In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 431

Smartphone kein Ersatz für Eltern:

„Zwei bis dreijährige Kinder haben noch keine ausgereifte Persönlichkeit. Um diese zu entwickeln, brauchen sie Erfahrungen aus dem gesamten Sinnesbereich. Es ist ein Riesenunterschied, ob ein Kind einen Film sieht oder ob ihm jemand eine Geschichte erzählt. Beim Erzählen kann das Kind seelisch mitgehen, weil es durch Sprache und Mimik Emotionen miterlebt.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

Frühkindliche Prägung:

„Poor parenting behaviours, such as harsh and inconsistent discipline, little positive parental involvement with the child, and poor monitoring and supervision, are linked with child antisocial behaviour, while warm and proactive parenting behaviours, involving praise, encouragement, affection and boundary-setting, are associated with high child self-esteem, social and academic competence, and protection against later disruptive behaviour and substance misuse.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 29f

Dringender Handlungsbedarf:

„In Schulen treten immer wieder ethische und grundrechtliche Übergriffe mittels digitaler Medien zu Tage. Lehrer oder Mitschüler werden – trotz bestehender Verbote - im Klassenzimmer gefilmt, mit herabwürdigenden und schlecht machenden Kommentaren werden Bilder und Videos auf Social Media Plattformen verbreitet. In Einzelfällen sind die Handlungen sogar rufschädigend und die Menschenwürde verletzend.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 4f

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„78 Prozent der befragten Lehrkräfte in Baden-Württemberg sehen eine Zunahme von Formen des Mobbings über das Internet. Fast jede vierte befragte Lehrkraft in Baden-Württemberg gab an, dass Fälle von Cybermobbing an der Schule vorkamen.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

Schulen stärken statt LehrerInnen schwächen:

„‚Gewalt ist kein schulisches Thema, vielmehr werden soziale und gesellschaftliche Konflikte in die Schule hineingetragen.‘ Die Schulen müssten präventiv gut aufgestellt sein, damit es erst gar nicht zu einer Eskalation komme.“
Rudolf Mair, Bildungsdirektor Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019

Kinder brauchen Feedback:

„Eltern müssen Interesse zeigen, an dem, was das Kind macht. Wenn ich auf dem Spielplatz nur auf mein Smartphone schaue, statt meinem Kind beim Spielen zuzusehen, bekommt mein Kind kein Feedback.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

Dialogorientierte Bilderbuchbetrachtung:

„In der dialogorientierten Bilderbuchbetrachtung wird durch die physische und psychische Zugewandtheit nicht nur die Beziehung zwischen Eltern und Kindern gefördert, sondern das Kind kann gezielt seine Interessen, sein Wissen und seine Sprachkompetenzen erweitern.“
özbf (Hrsg.), „Familie macht stark“ (2017), S. 12

Eltern legen Basis für Erfolg:

„Positiv ist es, wenn Eltern mit dem Kind über seine Interessen und Potenziale sprechen, das unterstützt das Kind in einer optimistischen Selbsteinschätzung, die dann für den Erfolg so wichtig ist.“
Univ.-Prof. Dr. Bühler-Niederberger, Remscheider General-Anzeiger online am 31. Jänner 2016

Early cognitive ability:

„A number of longitudinal studies have shown that early cognitive ability influences later educational outcomes, with evidence to suggest that assessments of ability at 22 and 42 months predict educational outcomes at age 26 years.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 265

Mehr maßlos überziehende Eltern:

„Der Anteil der nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Kinder schwierigen, weil maßlos überziehenden Eltern wächst.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Helikoptereltern – Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“,
Referat an der KPH Wien/Krems am 27. Oktober 2014

Mehr „Problembären“ unter Eltern:

„Die einen sind völlig teilnahmslos, die anderen drohen bei einer schlechten Note gleich mit dem Anwalt. Und manche Väter aus rückständigen Macho-Kulturen verweigern überhaupt Gespräche mit Lehrerinnen.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Interaktives Vorlesen:

„Several home intervention studies have shown that programmes that teach parents dialogic reading strategies reduce the literacy underachieving of children from low-SES backgrounds. Interactive reading that encourages a dialogue whereby children are prompted to respond to the information presented and the adult expands and rephrases what the child has said has been shown to reduce children’s risk of school failure.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“.
In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 431

Elternhaus prägt:

„Kinder, die hart, ohne Vertrauen, Sicherheit und Feinfühligkeit erzogen werden, werden gehässig, gemein und im Grunde nicht gesellschaftsfähig.“
Dr. Herbert Renz-Polster, Kleine Zeitung online am 20. Jänner 2019

Ein großartiges Zeugnis für die Mehrheit der Eltern:

„Die Mehrheit der Jugendlichen wünscht, dass sich die von ihnen erlebte vertrauensvolle und verständnisorientierte Beziehung zu den Eltern so auf die zukünftige Partnerschaft übertragen lässt.“
Shell Deutschland Holding (Hrsg.), „Jugend 2015 – Eine pragmatische Generation im Aufbruch“ (2015), S. 382

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

Sehr viel bildungswissenschaftliche Evidenz zur Bedeutung des familiären Umfelds ist unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen. Herzlichen Dank für www.bildungswissenschaft.at an Gudrun Pennitz.


„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Ca. zwei Drittel der Lehrpersonen vertreten die Ansicht, dass die Eltern (unangemessenerweise) ihren Erziehungsauftrag nicht wahrnehmen und stattdessen die Erziehungsaufgaben an die Schule delegieren, nahezu die Hälfte aller Befragten geben auch an, dass die mangelnde Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch die Eltern belastend sei.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 44

„Sehr hohe Beanspruchungen“:

„Das Schulklima wird überwiegend positiv bewertet. Sobald jedoch Konflikte mit Schülerinnen und Schülern oder ihren Eltern auftreten, führt dies zu sehr hohen Beanspruchungen der Lehrkräfte […] Auch der Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern führt zu sehr hohen Beanspruchungen der betroffenen Lehrkräfte.“
Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.), „Empfehlungen zur Entwicklung arbeitszeitrechtlicher Normen
für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen an niedersächsischen Schulen“ (2018), S. 71

Sekundärtugenden in Verlust geraten:

„‚Bitte‘ und ‚Danke‘ sagen, grüßen, sich entschuldigen, entsprechende Kleidung zum entsprechenden Anlass tragen, Rücksicht auf den anderen nehmen und vieles mehr. Vielen in der Elterngeneration ist das ebenfalls abhandengekommen, daher können die Eltern das nicht übernehmen. Nur die Schule kann zuständig sein.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 14

Führungslose Kinder:

„Eltern geraten durch das charmante, neue und so viel Spaß versprechende Erziehungsideal der ‚freien individuellen Potenzialentfaltung‘ enorm unter Druck und werden zu Steigbügelhaltern ihrer Kinder degradiert. Längst haben sie verlernt, Wünsche von wirklichen Bedürfnissen zu unterscheiden, und mutieren oftmals lieber gleich zu Freunden, statt ihrem Führungsauftrag nachzukommen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 23. September 2016

„Hilfeschrei nach Orientierung“:

„Eltern haben Vorbildcharakter und sollten sich dessen bewusst sein. Denn Kinder beobachten, wie die Erwachsenen miteinander umgehen. Wenn Kinder ihre Grenzen austesten – und das ist verständlich – können wir das als Hilfeschrei nach Orientierung verstehen. Wir können uns nicht beschweren, wenn wir unsere Aufgaben in der Erziehung nicht gemacht und keine Grenzen gesetzt haben.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Verbale Gewalt:

„Gewalt gehe nicht nur von Schülern aus. Zunehmend gebe es auch Lehrer als Patienten in der Klinik, die auch verbale Gewalt durch Eltern erlebt hätten, beispielsweise im Rahmen von Elternabenden.“
Univ.-Prof. Dr. Claas Lahmann, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsklinik Freiburg,
Die Welt online am 11. April 2019

„Toxic“:

„It only takes a few disruptive students to derail an entire lesson. Disruptive behaviour does not need to be extreme such as fighting to cause real problems. Low-level disruption for example, repetitive whispering can also prove toxic to a calm classroom.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 22

„Mehr Wertschätzung und Vertrauen sowie mehr rechtliche Möglichkeiten“:

„Wenn es einige sehr lästige Schüler in der Klasse gibt, leidet der gesamte Unterricht, zum gravierenden Nachteil der Mitschüler. Die bereits mehrfach angedachten Time-out-Klassen mögen dabei gerade im Bereich der Pflichtschule sicher EIN guter Lösungsansatz sein. Es braucht aber dazu Maßnahmen, die auch schulautonome Regelungen und Verhaltensvereinbarungen am Schulstandort ermöglichen und verbindlich machen. Wir müssen den Lehrern wieder mehr Wertschätzung und Vertrauen sowie mehr rechtliche Möglichkeiten geben, damit sie auf disziplinäres Fehlverhalten angemessen und wirkungsvoll reagieren können.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5f

Höchste Zeit für Horizonterweiterung:

„‚Bildungsgerechtigkeit‘ wurde als ‚Bildungsgleichheit‘ verstanden und bedeutete automatisch ‚Gesamtschule‘ – für manche ‚ExpertInnen‘ bis heute. ‚Gerecht‘ geht es aber in einem Schulwesen meiner Überzeugung nach nur dann zu, wenn auch die Bedürfnisse besonders begabter, leistungsstarker Jugendlicher gleichermaßen berücksichtigt werden! Darauf aber wird nach wie vor viel zu wenig Wert gelegt, dafür werden vor allem viel zu wenig Mittel zur Verfügung gestellt. Immer noch scheint in der Gesellschaft die Meinung vorzuherrschen, begabte Kinder hätten ohnehin genug Hilfe und Unterstützung von zuhause oder kämen von ganz allein zurecht.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

Anteil der Schulen, die die Teilnahme an Bühnenspiel oder einer Musikgruppe anbieten (Stand 2015)

Großbritannien:
Frankreich:
Deutschland:
Niederlande:
OECD-Durchschnitt:
Estland:
Scweden:
Finnland:
Österreich:
87,6 %
70,3 %
61,6 %
59,9 %
58,5 %
50,5 %
46,8 %
40,3 %
34,4 %
OECD (Hrsg.), "PISA 2015 Results. Policies and Practices for Successful Schools" (2016), Figure II.6.24
Siehe www.bildungswissenschaft.at 

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012)

Großbritannien:
Estland:
OECD-Mittelwert:
Frankreich:
Deutschland:
Finnland:
Schweden:
Niederlande:
Österreich:
70,5 %
45,7 %
44,4 %
40,3 %
32,4 %
32,4 %
29,5 %
19,0 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), "What Makes Schools Successful?" (2013), Table iV.3.29
Siehe www.bildungswissenschaft.at

Massives Defizit:

„Begabtenförderung gibt es in Österreichs Schulen in Wahrheit nur mehr auf dem Papier. Es fehlen einfach die Mittel.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7

Standard statt Spitzenleistungen:

„Gute Schüler werden in einem Schulsystem, das auf standardisierte Tests ausgerichtet ist, permanent an den Füßen festgehalten, wenn sie mal versuchen, geistig zu fliegen.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

„to foster talents“:

„The mission of education and training are not only to improve people‘s knowledge, to educate and train human resources, but also to foster talents so as to exploit the country‘s talent potential and provide the country with high quality labour-force.“
Nguyen Van Tuan u. a., „Talent Support in Vietnamese Education“. In: Győri, „International horizons of talent support II. Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 191

Der Luxus der Ignoranz:

„Apparently no state can afford the luxury of not having at least a vision of how to support talent or how to ensure is social usefulness, but the extent to which it reserves the right to develop and represent that or delegates such rights to society is conducive to major differences.“
Dr. János Gordon Győri u. a., „New Trends in Talent Support“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 230

Spaniens seit Jahren gesteigerte Aufmerksamkeit:

„Spanish education has been adjusted to the European standards. As a result, it devotes increasing attention to the very able, mainly according to the German model.“
Istvan Benyhe, „Links between of Spanish Public Education and Gifted Education“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 191

Eine Frage der sozialen Gerechtigkeit:

„Kein Talent dürfe verloren gehen. ‚Gerade für Kinder aus gesellschaftlich schwächeren Schichten bietet die Hochbegabtenförderung die Chance, qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gratis zu nutzen.‘“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, Oberösterreichische Nachrichten online am 28. März 2019

Ressourcen für gezielte Förderung von Begabungen!

„PISA 2015 hat einmal mehr aufgezeigt, dass Österreich zu den OECD-Staaten gehört, an deren Schulen am wenigsten Angebote für die Förderung besonderer Begabungen bestehen. Die erweiterte Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft fordert dringend zusätzliche Ressourcen, die zweckgebunden für die Förderung spezieller Begabungen (z.B. Olympiade-Kurse, MINTKurse, ECHA-Kurse, Sprachwettbewerbe, Bundesjugendsingen, Unverbindliche Übungen, Freigegenstände …) zur Verfügung gestellt werden. Die massiven Sparmaßnahmen der letzten 20 Jahre haben die Angebote in diesem Bereich überproportional getroffen.“
Beschluss der Erweiterten Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft, Linz am 3. April 2019

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur gezielten Förderung besonderer Begabungen sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/begabtenfoerderung nachzulesen.


Genug Schaden angerichtet!

„Selbsternannte Bildungsexperten wollen allem ihren Stempel aufdrücken und ruinieren, was erfolgreich ist – nur, weil es nicht ihrer Idee entspricht!“
Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), bildungsklick.de am 30. April 2019

Auf die Lehrerinnen und Lehrer hören!

„Lehrerinnen und Lehrer wissen ganz genau, unter welchen Rahmenbedingungen Unterricht erfolgreich sein kann.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 4. Oktober 2018

Therapie für Bildungsverantwortliche:

„Jeder Bildungsverantwortliche – ob Forscher, Beamter oder Politiker – müsse einmal pro Jahr an einer Brennpunktschule hospitieren und unterrichten, dann würde die Sicht realistischer werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Presseaussendung der ÖPU Vorarlberg vom 14. März 2019

„Als Bildungsexperten verkleidete Alchemisten“:

„Zu verlockend scheint für Politik und manche Wissenschaft der Traum, den grauen Schulalltag ein für alle Mal durch eigenes Zutun zu vergolden. Natürlich finden sich dann auch jedes Mal als Bildungsexperten verkleidete Alchemisten, die Erfahrung ignorieren oder Missverständnisse behaupten und dem staunenden Publikum versichern, diesmal werde das Wunder geschehen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Die Furche online am 31. Oktober 2018

Est modus in rebus:

„Selbst bei seriösen wissenschaftlichen Expertisen – was man bei der Bildungspolitik manchmal nicht findet, da hier viel Ideologie mit hineinschwingt – würde ich immer raten, sie wie ein Parfum zu behandeln: Man soll daran riechen, aber bitte das Zeug nicht schlucken!“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Nationalratssitzung vom 12. Dezember 2018

„Eines der Hauptprobleme“ ist …

„… dass diejenigen, die Bildung auch zu ihrem Beruf gemacht haben, also diejenigen, die diese Kompetenz mitbringen, oft nicht in der Bildungspolitik zu finden sind. Dass diejenigen, die sich in der Schulbildung auskennen, diese nicht gestalten dürfen.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 107

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Hören wir wieder mehr auf die Lehrerinnen und Lehrer als Expertinnen und Experten ihres Tuns, beziehen wir ihre Sichtweise ein (praktischerweise über deren Standesvertretung, die sich – entgegen der veröffentlichten Meinung – nie gegen sinnvolle Reformen verwehrt) – und ja, nehmen wir auch die Befunde der Bildungswissenschaft ernst, sie liefert jene Evidenzen, an denen sich die Bildungspolitik orientieren kann.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 154

Politik darf nicht abheben:

„Ich glaube, das Problem jener, die Politik machen, ist, dass sie sich innerhalb einer sozialen Gruppe bewegen, nämlich der, die Politik betreibt und durchsetzt. Sie werden vielleicht noch begleitet von Medien, aber sie bilden einen eigenen Mikrokosmos. Und ich sehe das Zuhörenkönnen, das Sich-nicht-abhängen-Lassen von der Mehrheit der Bevölkerung und deren Sorgen und Ängsten schon als immanentes Problem der politischen Kommunikation.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Anerkennung und Unterstützung für den neuen Weg:

„Minister Faßmanns Mut, mit der ‚Tradition‘ seiner Amtsvorgängerinnen zu brechen und allen Unkenrufen sogenannter ‚Experten‘ zum Trotz ein an den Bedürfnissen der Schulpraxis orientiertes Reformpaket auf den Weg zu bringen, verdient Anerkennung und Unterstützung.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 4. Oktober 2018

Hoffentlich kommt es zu keinem Rückfall in die langjährige Tradition österreichischer „Schulpolitik“!

„Die Lehrer tun so, als ob sie Lernstoff vermitteln würden, obwohl sie seit 20 Jahren die gleichen Arbeitsblätter austeilen.“
Dr. Andreas Salcher, „Bildungsexperte“, Salzburger Nachrichten online am 9. Februar 2016

Längst bekannt, aber von der Schulpolitik jahrelang ignoriert:

„Österreich gehört zu den fünf OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen physische und psychische Gewalt unter SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen! 19 % österreichischer 13-Jähriger gaben im Schuljahr 2013/14 an, in den letzten Monaten mindestens zweimal im Monat Opfer von ‚bullying‘ zu sein.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

„Suicide, anxiety, depression and self-harm”:

„In many cases, bullying leads victims to suicide or attempted suicide, anxiety, depression and self-harm. Being a perpetrator of bullying is associated with later violent behaviour and anti-social personality disorder.“
NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2017), S. 6

Mut zur Konsequenz:

„Konsequenz ist gefragt und daran mangelt es meist. […] Es geht darum zu lernen, die Persönlichkeit und Freiheit anderer Menschen zu respektieren.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

„Unhelpful and untrue”:

„Directing students to behave in a specific way is often mischaracterised as an act of oppression. This is both unhelpful and untrue. It is the duty of every adult to help create in students the habit of self-restraint or self-regulation.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 23

Pädagogische Leitplanken:

„Ein guter Lehrer wird […] nicht nur freundlich oder hilfsbereit sein, sondern auch Position beziehen, um Reibungsflächen besorgt sein, sich als Leitplanke zur Verfügung stellen.“
Michael Felten, „Nur Lernbegleiter? Unsinn, Lehrer! Lob der Unterrichtslenkung“ (2016), S. 81

Einhaltung von Regeln durchsetzen:

„School rules that are conveyed, but never enforced or required, are no rules at all, and students learn quickly the difference between what boundaries are supposed to exist, and which ones actually exist.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 53

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„Von den Schulleitungen gaben 39 Prozent an, dass Gewalt gegen Lehrkräfte (eher) ein Tabuthema ist und dass damit nicht offen umgegangen wird.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

Rückhalt der Behörden fehlt:

„DirektorInnen und LehrerInnen brauchen den Rückhalt der Behörden (Bildungsdirektion, Polizei) für schnelles Eingreifen im Eskalationsfall und Soforthilfe vor Ort, beispielsweise durch begleitendes Supportpersonal und Timeout-Klassen als Überbrückungshilfen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Gefühl der Sicherheit nimmt in der Sekundarstufe I deutlich ab:

„More than 60% of grade four boys and more than 65% of grade four girls agreed a lot that they felt safe in school. While, among grade eight students, only approximately 46% of boys and 49% of girls agreed a lot that they felt safe in school, it is nonetheless positive that nearly half of the grade eight students still agreed a lot that they felt safe in school.“
IEA (Hrsg.), „Do both boys and girls feel safe at school – and does it matter?“ (2019), S. 2

Bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Mobbing und Bullying sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/mobbing-bullying nachzulesen.


Begreifen und endlich eingreifen:

„Gezielte Mobbingaktionen und Gewaltausbrüche von SchülerInnen gegen Lehrkräfte mögen nach wie vor die Ausnahme darstellen, dennoch ist ein Punkt erreicht, der die VerantwortungsträgerInnen in den Bildungsdirektionen und im Ministerium endlich begreifen lassen muss, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt und nicht das einzelner LehrerInnen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Verantwortliche wachrütteln:

„Störendes Verhalten im Unterricht wirkt sich nachweislich direkt auf die Leistungen aus. Das allein müsste alle für Erziehung und Bildung Verantwortlichen wachrütteln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
VCLnews vom Juni 2019, S. 21

1323 „Einzelfälle“:

„Im Jahr 2018 wurden bundesweit 1323 Straftaten (Körperverletzung, gefährliche Drohung, Nötigung) in Schulen angezeigt, was einen Anstieg um 22,6 Prozent seit 2015 ausweist.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Höchste Zeit für Konsequenzen:

„Wenn in Schulklassen schon Enthauptungsvideos auf den Smartphones der Kinder die Runde machen, muss man doppelt hinschauen. Wobei man eigentlich schon viel früher beginnen müsste, etwa bei Drohungen in den sozialen Medien, in denen die Hemmschwelle niedriger ist. Bisher gab es ja kaum Konsequenzen. Und wenn es keine Konsequenzen gibt, ist es so, als hätte es nie stattgefunden.“
Mag. Düzen Tekkal. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 45

Negative Konsequenzen für alle SchülerInnen:

„Unbehandeltes aggressives Verhalten in Schulen hat negative Konsequenzen auf die Lernleistungen und auf das Sozialverhalten aller SchülerInnen.“
BMBWF (Hrsg.), „Mobbing an Schulen“ (2018), S. 10

Der Wahnsinn als schulpolitisches Leitmotiv:

„Es ist absoluter Wahnsinn, dass man immer mehr auch alle jene Jugendlichen in normale Klassen setzt, die grob verhaltensauffällig und destruktiv sind, die geistig oder sprachlich außerstande sind, dem Unterricht zu folgen, oder die völlig desinteressiert an allem sind, was Lehrer tun.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 13. Mai 2019

Klare Rollenverteilung unverzichtbar:

„Natürlich soll die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler angstfrei und von Vertrauen geprägt sein. Aber es darf keinen Zweifel daran geben, dass der Lehrer die Person ist, an der sich der Schüler orientiert.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 169

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Zu viel Autorität geraubt“:

„Natürlich war es notwendig, die alte Rohrstaberlmentalität aus der Schule zu vertreiben, aber man hat dem Lehrpersonal zu viel Autorität geraubt.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Massives Defizit bei Supportpersonal seit 10 Jahren bewiesen:

„Auch wenn die Schule nicht als Reparaturinstanz für die gesamte Gesellschaft herhalten kann, wäre ein verstärkter Einsatz von Supportpersonal längst überfällig. Der vom BIFIE herausgegebene Nationale Bildungsbericht Österreich zeigt: ‚In Österreich kommen im Schnitt 29 Lehrer/innen auf eine pädagogisch unterstützende Kraft, das bedeutet damit im OECD-/EU-Vergleich das schlechteste Verhältnis. [...] In den allgemeinbildenden höheren Schulen kommt auf 51 Lehrer/innen nur eine Unterstützungskraft, in den Hauptschulen ist dies das Verhältnis von 1:24.‘“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Mai/Juni 2018, S. 3

Schulpolitisches Versagen:

„In keinem anderen Staat steht den Lehrkräften so wenig Supportpersonal zur Seite wie in Österreich. Sogar der Türkei muss sich Österreich diesbezüglich geschlagen geben.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, quintessenzen.at am 23. März 2018

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

„Vom Gesetzgeber im Stich gelassen“:

„Die Schulen wurden auch vom Gesetzgeber im Stich gelassen. Gewaltbereite Schüler müssen wissen, welche Konsequenzen drohen. Doch es gibt keine. Es gibt keine Möglichkeit, massives Fehlverhalten zu sanktionieren.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Alles andere als „Einzelfälle“:

„16 % of students reported being bullied about weekly, providing ample evidence that bullying is a systemic problem at the international level and that bullying is occurring during the early years of schooling. “
IEA (Hrsg.), „How systemic is international bullying and what relationship does it have with mathematics achievement in 4th grade?“ (2018), S. 2

Früh eingreifen!

„Ich denke an einen Dienst für die Schulgemeinschaft. In einem Schulhaus gibt es viele Arbeiten, für die manchmal keine Zeit ist, bei denen etwa dem Schulwart geholfen werden könnte. […] Es sollten einfach Mittel sein, mit denen wir relativ früh sagen können: ,Pass auf, du hast eine Grenze überschritten.‘ Wenn wir Möglichkeiten hätten, mit denen wir früher eingreifen könnten, dann würde die Situation wahrscheinlich oft gar nicht eskalieren.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Ganze Woche online am 14. Mai 2019

Die Fakten liegen seit 10 Jahren auf dem Tisch!

„Der eklatante Mangel an psychologischem Supportpersonal ist ein Skandal und muss endlich behoben werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

 


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