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Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen (EDV-Kustos, Schulbibliothek, Schülerberater)

Kustodiate Schulbibliothek
IT-Kustos Schülerberater

Rechtsgrundlage: § 61b GG, § 22 VBG, § 9 BLVG, §59 Abs. 1 PG

Alle genannten Bestimmungen gelten für Beamte und Vertragslehrer in gleicher Weise.

Kustodiate:

Alte Rechtslage, gültig von 1.1.2018- 31.08.2018):
1.      für Tätigkeiten jeweils im Ausmaß einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe II
a) für Lehrer der Verwendungsgruppe L 1 und L PH € 159,60,
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppen € 135,50.
2.      für Tätigkeiten jeweils im Ausmaß einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe V
a) für Lehrer der Verwendungsgruppe L 1 und L PH € 124,90,
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppen € 110,30.
3.      für Tätigkeiten jeweils im Ausmaß einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe VI (Hauswirtschaft)
a) für Lehrer der Verwendungsgruppe L 1 und L PH € 110,30,
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppen € 90,30,
Im AHS-Bereich gehören folgende Kustodiate zur Lehrverpflichtungsgruppe II:
Geographie, Geschichte, Physik, Chemie und Biologie, Audiovisuelle Medien, Sprachlabor.
Zur Lehrverpflichtungsgruppe V gehören:
Leibesübungen, Mathematik, Darstellende Geometrie, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung und Technisches und Textiles Werken

Ab 1.8.2018
Einem Lehrer, der für ein Schuljahr eine der angeführten organisationsmäßig vorgesehenen und tatsächlich bestehenden Lehrmittelsammlungen (Kustodiate) verwaltet oder eine der angeführten Nebenleistungen erbringt, gebührt in den Monaten September bis Juni des betreffenden Schuljahres (also zehnmal jährlich) eine monatliche Vergütung in folgender Höhe (Werte ab 1.8.2018):

Wenn das Kustodiat oder die Nebenleistung von der Schulleitung mit einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe II bewertet ist:

a) für Lehrer der Verwendungsgruppen L1 und LPA 159,6 €,
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppen 135,5 €.

Wenn das Kustodiat oder die Nebenleistung von der Schulleitung mit einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe II bewertet ist:

a) für Lehrer der Verwendungsgruppen L1 und LPA 79,8 €
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppe 67,7 €.

Wird während eines Monats ein anderer Lehrer mit den oben genannten Tätigkeiten betraut, ist die Vergütung für diesen Monat unter den betreffenden Lehrern entsprechend der Dauer der Betrauung aufzuteilen. Für Kalendermonate, in denen diese Tätigkeit nicht ausgeübt wird, entfällt die Vergütung zur Gänze.

Zusätzlich zu diesen Vergütungen für Nebenleistungen und Kustodiate kann der Schulleiter für besondere Nebenleistungen an mittleren und höheren Schulen mit mindestens 11 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von einer Wochenstunde, mit mindestens 20 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von zwei Wochenstunden, mit mindestens 30 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von drei Wochenstunden, mit mindestens 40 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von vier Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II einem Lehrer oder mehreren Lehrern zuweisen. Für diese Tätigkeit gebührt die oben genannte Vergütung. Diese dem Schulleiter als besondere Vergütung für Nebenleistungen wie z.B. Öffentlichkeitsarbeit und Public Relation etc. zur Verfügung stehenden Werteinheiten können auf mehrere Lehrer beliebig aufgeteilt werden und gebühren als Zulage im aliquoten Ausmaß.

Beispiel: An einer Schule mit mindestens 20 Klassen erhält ein Lehrer für Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Jahresbericht, Festschriften, Website etc.) 1 Stunde zugeordnet, ein weiterer Lehrer erhält als Aufwertung des IKT-Kustodiats eine halbe Stunde ein weiterer Lehrer erhält als Aufwertung des AV-Kustodiats eine halbe Stunde aus diesem besonderen „Werteinheitenpool“ des Schulleiters. Eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung ist aus diesem Titel nicht möglich. Es gebührt jedenfalls ausschließlich eine (aliquotierte) Zulage in der genannten Höhe.

Das zuständige Bundesministerium kann entweder allgemein durch Verordnung oder im Einzelfall bestimmen, inwieweit für die nachstehend angeführten Nebenleistungen, die durch die obigen Bestimmungen nicht erfasst sind und vom Lehrer außerhalb der mit dem Unterricht verbundenen Pflichten erbracht werden, monatliche Vergütungen vorgesehen werden. Dabei kann es sich um folgende Nebenleistungen handeln:

  • Nebenleistungen, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit den nach dem Bundeslehrer- Lehrverpflichtungsgesetz durch Einrechnungen in die Lehrverpflichtung abzugeltenden Nebenleistungen stehen;
  • Nebenleistungen, die in der Verwaltung einer Schüler-, Lehrer- oder Fachbücherei bestehen;
  • sonstigen Nebenleistungen, die in einem Ausmaß bemessen sind, das höchstens einer Einrechnung von 2 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II in die Lehrverpflichtung entspricht (zum Beispiel Bildungsberatung).

Maßgebend für die Bestimmung ist die aus der Nebenleistung erwachsende zusätzliche Belastung des Lehrers im Vergleich zu den durch Vergütung abgegoltenen Leistungen im Sinne des §61 b/1 des Gehaltgesetzes.

Auf die Vergütungen nach GehG 61 b sind die für die nebengebührenzulagenrechtliche Behandlung maßgebenden Bestimmungen des Pensionsgesetzes (PG 59/1) anzuwenden. Das heißt, die Zulagen für Kustodiate und Nebenleistungen werden als „Nebengebühren" (ebenso wie Mehrdienstleistungen) behandelt, mit denen man Nebengebührenwerte für die Nebengebührenzulage zum Ruhegenuss sammelt. Die Vergütung für Kustodiate begründet mithin einen Anspruch auf eine Nebengebührenzulage zum Ruhegenuss.

Bei Schularten mit einem gemäß Schulzeitgesetz abweichenden Verlauf des Unterrichtsjahres (Saisonunterricht, Berufsschulen etc.) gebührt die Vergütung für Nebenleistungen und Kustodiate beginnend mit dem ersten Monat des betreffenden Unterrichtsjahres, höchstens aber zehnmal pro Schuljahr (GehG 61 b/6).

Die Betreuung einer nach dem Modell „Schulbibliothek an höheren Schulen unter Mitarbeit von Schülern" eingerichteten Schulbibliothek an AHS (Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz, BLVG 9/2 a) wird durch eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung abgegolten. Hiebei gelten je nach Größe der Schule und der Bibliothek folgende Einrechnungen:

  • 6 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II für die Betreuung einer Schulbibliothek der Größenklasse 1 (bis 600 Schüler, rund 5.000 Bände, wöchentliche Öffnungszeit: 9 Stunden);
  • siebeneinhalb Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II für die Betreuung einer Schulbibliothek der Größenklasse II (über 600 Schüler, rund 7.500 Bände, wöchentliche Öffnungszeit: 11 Stunden);
  • 9 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II für die Betreuung einer Schulbibliothek der Größenklasse III (über 1.000 Schüler, rund 10.000 Bände, wöchentliche Öffnungszeit: 13,5 Stunden).

Das IT-Kustodiat wird gleichfalls durch eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung abgegolten (je nach Zahl der SchülerInnen bzw. PC-Rechner). (Neuregelung mit 1.9.2014)

Gemäß § 6 der „Verordnung des BMU vom 15. Dezember 2004, BGBI. 11 481/04 (= MVBI. 14/05), zuletzt geändert mit 1.9.2014, über die Einrechnung von Nebenleistungen in die Lehrverpflichtung der Bundeslehrer" ist die pädagogisch-fachliche Betreuung von Informationstechnologie-Arbeitsplätzen (IT-Arbeitsplätzen) an AHS in dem in Abs. 2 angeführten Ausmaß in die Lehrverpflichtung einzurechnen.. Diese Betreuung umfasst im pädagogisch-fachlichen Bereich insbesondere:

  • diedie Betreuung von IT-Anlagen für alle Unterrichtsbereiche und pädagogische Maßnahmen am Schulstandort, vor allem auch hinsichtlich wichtiger und abschließender Prüfungen, und die Durchführung einer standortbezogenen Internetpolicy einschließlich einem Ausbildungsübereinkommen für die Schülerinnen und Schüler,
  • die unterrichtsorganisatorische Betreuung des IT-Unterrichts und die Umsetzung einer zeitgemäßen Medienpädagogik,
  • die Betreuung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler im e-learning-, Web- und ITBetrieb der Schule unter besonderer Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen inventarisierter ITArbeitsplätze,
  • die Mitwirkung am facheinschlägigen Beschaffungswesen sowie
  • die organisatorische Betreuung von Notebook- und Netbookklassen.

Das Ausmaß der Einrechnung in die Lehrverpflichtung beträgt für

Schulen mit
SchülerInnen
Werteinheiten
bis 200 2,5
201 bis 400 3,3
401 bis 500 3,75
501 bis 600 4,2
601 bis 700 4,65
701 bis 800 5,1
801 bis 900 5,55
901 bis 1000 6
1001 bis 1100 6,45
1101 bis 1200 6,9
1201 bis 1300 7,35
1301 bis 1400 7,8
1401 bis 1500 8,25
1501 bis 1600 8,7
1601 bis 1700 9,15
1701 bis 1800 9,6
1801 bis 1900 10,05
1901 bis 2000 10,5
2001 bis 2100 10,95
2101 bis 2200 11,4
2201 bis 2300 11,85
2301 bis 2400 12,3
2401 bis 2500 12,75
2501 bis 2600 13,2
2601 bis 2700 13,65
2701 bis 2800 14,1
2801 bis 2900 14,55
2901 bis 3000 15
3001 bis 3100 15,45
mehr als 3100 17

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler bemisst sich für das jeweilige Schuljahr auf Grund der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler zum Stichtag der österreichischen Schulstatistik zum vorangegangenen Schuljahr für die betreffende Schulart. Mit den oben angeführten sich an der Anzahl der Schülerinnen und Schüler bemessenden Werteinheiten gelten die gleichfalls mitzubetreuenden Lehrkräfte als berücksichtigt.(VO 6/2).

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von IT-Arbeitsplätzen an einem Schulstandort mit einer IT-Fachrichtung oder einem IT-Ausbildungsschwerpunkt oder für Schulen mit einem IT-Schwerpunkt im Umfang von insgesamt mindestens zusätzlichen sechs Wochenstunden gebührt eine (zusätzliche) Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6/3)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von im Unterricht verwendeten Lernplattformen (LMSSystemen) wie beispielsweise Moodle oder dotLRN, wenn mindestens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte eines Schulstandortes mit LMS-Systemen verwaltet werden, gebührt eine (zusätzliche) Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6/4)

Schulen ohne externe Unterstützung (bis 31.8.2015)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von Informationstechnologie-Arbeitsplätzen (ITArbeitsplätzen) an Schulen gemäß § 6 Abs. 1, denen keine Unterstützung für die Betreuung der ITAufgaben zugewiesen worden ist, gebührt Lehrkräften insbesondere für

  • die anwendungsnahe Hard- und Softwareunterstützung im Server/Clientbetrieb einschließlich Internetanbindung und Anwenderprogramme,
  • den Einsatz von IT-Entwicklungsumgebungen und IT-Werkzeugen in den Unterrichtsgegenständen, die IT-Support brauchen,
  • die Betreuung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler im Web- und IT-Betrieb der Schule unter besonderer Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen inventarisierter IT-Arbeitsplätze,
  • die Mitwirkung am facheinschlägigen Beschaffungswesen,
  • die Führung der Fachbibliothek und von elektronischen webgestützten Fachglossaren und
  • die Erstellung eigener und die Evidenthaltung elektronischer Publikationen sowie von Web 2.0 - Anwendungen des Fachgebietes eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung. (VO 6a/1)

Das Ausmaß der Einrechnung in die Lehrverpflichtung beträgt für bis zu 20 IT-Arbeitsplätze 3 Wochenstunden sowie für jeden weiteren IT-Arbeitsplatz je 0,05 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II. Diese Einrechnung gebührt jedoch nur in folgendem Höchstausmaß:

Gesamtzahl der SchülerInnen
sowie Lehrkräfte
Wochenstunden
d. LVGr II
bis 150 3
151 bis 300 4
301 bis 500 5
501 bis 800 6
801 bis 1100 8
1101 bis 1500 10
1501 bis 1900 12
1901 bis 2300 14
2301 bis 2700 16
3001 bis 3100 17
mehr als 3100 18

Unter IT-Arbeitsplätzen im Sinne der voranstehenden Absätze sind sowohl nicht vernetzte als auch vernetzte inventarisierte IT-Arbeitsplätze (einschließlich Intranet) zu verstehen, sofern sie dauernd für den Unterricht verwendet werden. Als IT-Arbeitsplätze zählen unter den Voraussetzungen, dass alle Schülerinnen und Schüler der betreffenden Klasse einen NotebookPC oder NetbookPC im Unterricht verwenden und das Unterrichtsprogramm dieser Klasse in der Mehrzahl der Unterrichtsgegenstände auf
diese Unterrichtstechnologie abgestimmt ist, weiters schulnetzexterne PC-analoge mobile Endgeräte wie NotebookPCs oder NetbookPCs der Schülerinnen und Schüler. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler gemäß Abs. 2 bemisst sich für das jeweilige Schuljahr auf Grund der Schülerzahl zum Stichtag der österreichischen Schulstatistik zum vorangegangenen Schuljahr für die betreffende Schulart. Die Anzahl der Lehrkräfte bemisst sich an der Zahl der jeweils am 1. Oktober des vorangegangenen Schuljahres am betreffenden Schulstandort unterrichtenden Lehrkräfte und die Anzahl der IT-Arbeitsplätze bestimmt sich nach den für den betreffenden Schulstandort im vorangegangenen Schuljahr inventarisierten ITArbeitsplätzen. Die Anzahl der zu berücksichtigenden NotebookPCs oder NetbookPCs der Schülerinnen und Schüler richtet sich nach der Anzahl der von allen Schülerinnen und Schülern der betreffenden
Klasse im vorangegangenen Schuljahr im Unterricht verwendeten NotebookPCs oder NetbookPCs, sofern das Unterrichtsprogramm dieser Klasse in der Mehrzahl der Unterrichtsgegenstände auf diese Unterrichtstechnologie abgestimmt war. (VO 6a/3)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von IT-Arbeitsplätzen an einem Schulstandort mit einer IT-Fachrichtung oder einem IT-Ausbildungsschwerpunkt oder für Schulen mit einem IT-Schwerpunkt im Umfang von insgesamt mindestens zusätzlichen acht Wochenstunden gebührt eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6a/4)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von im Unterricht verwendeten Lernplattformen (LMSSystemen) wie beispielsweise Moodle oder dotLRN, wenn mindestens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte eines Schulstandortes mit LMS-Systemen verwaltet werden, gebührt eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6a/5)

Zur Ausübung der IT-Betreuung ist eine entsprechende fachliche Eignung durch einen
facheinschlägigen Studienabschluss, durch den Nachweis einer mindestens dreijährigen
facheinschlägigen Tätigkeit in der Schule oder Wirtschaft oder entsprechende IT-Zertifikate, die sich auf eine Betreuung von komplexen IT-Anlagen beziehen, nachzuweisen. Überdies ist je Schuljahr eine facheinschlägige Weiterbildung im Ausmaß von 15 Stunden zu absolvieren. (VO 6a/6)

Die Einrechnungen in die Lehrverpflichtung gemäß Abs. 4 und 5 gebühren zusätzlich zu den sich gemäß den Abs. 1 und 2 für die genannten Schulen ergebenden Einrechnungen. (VO 6a/7)

Werden dieselben IT-Arbeitsplätze von mehreren Schulen gemeinsam benutzt, so darf die Gesamteinrechnung nur einmal erfolgen, wobei die Schülerinnen und Schüler der betreffenden Schulen zusammenzuzählen sind. (VO 10)

Abgeltung für Schülerberater

Die Vergütung für Bildungs- bzw. Schülerberater begründet (wie die Abgeltung für Kustodiate oder jene für die Klassenvorstandsfunktion) einen Anspruch auf eine Nebengebührenzulage zum Ruhegenuss.

Auf Vertragslehrer des Entlohnungsschemas 1 L sind gemäß Vertragsbedienstetengesetz (VBG) 41/4 die Vergütung für die Führung der Klassenvorstandsgeschäfte und die Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen in gleicher Höhe wie für pragmatisierte Lehrer analog anzuwenden.

Ebenso gebühren den Vertragslehrern des Entlohnungsschemas 11 L die Vergütungen für die Führung der Klassenvorstandsgeschäfte und die Vergütungen für Kustodiate und Nebenleistungen in gleicher Höhe wie den pragmatisierten Lehrern (VBG 44 e).

Siehe auch "Abgeltung Kustodiat und Ordinariat" (PDF-Datei)

Zuletzt aktualisiert: Jänner 2017

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Aktuelle Zitate

 

 

 

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019

Wie wahr!

„Wir dürfen die Institution Schule nicht überfordern und ihr nicht die Verantwortung für alles und jeden zuschieben.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Wiener Zeitung online am 27. April 2019

Der Nährboden für „Bildungsreformen“:

„Zuerst wird aufgrund höchst zweifelhafter Kriterien und in der Regel plakativ verkürzter Testergebnisse eine Krise des Bildungssystems beschworen, um dann das Mantra der notwendigen Bildungsreform anzustimmen.“
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 1

Idealismus schätzen, nicht missbrauchen!

„Viele Lehrerinnen und Lehrer wählen den Beruf, weil sie Schülerinnen und Schüler beeinflussen wollen – kaum einer wählt diesen Beruf, um ein Armutsgelübde abzulegen. Wir müssen Lehrkräfte sowohl in der Gesellschaft als auch durch die Entlohnung wertschätzen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, news4teachers.de am 30. März 2019

Häppchenbildung:

„Kompetenzorientierung meint die Segmentierung der Lerninhalte in kleine Häppchen. Die sogenannten Bildungsstandards spitzen das noch zu, dort gilt nur noch das als Bildung, was standardisierten Tests zugänglich ist. Es wurde quasi gesagt: Alles, was nicht Häppchen ist, gilt ab sofort nicht mehr als Bildung. Mit Adorno würde man sagen: Hier wurde radikal Halbbildung zu Bildung umetikettiert.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

Von Englands und Frankreichs Gesamtschulerfahrungen lernen!

„Das Gegenteil dessen, was Österreichs Schulpolitik der Bevölkerung als Konsequenz eines staatlichen Gesamtschulwesens verkaufen wollte, ist in Europas traditionsreichen Gesamtschulstaaten Wirklichkeit. Das gesteht inzwischen auch die OECD ein.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 19

 


Schluss mit dem Verdrängen!

„Das Problem Aggression von Schülern gegenüber Lehrern wird noch viel zu oft tabuisiert.“
Gerhard Seier, Vorsitzender der GÖD Tirol, Tiroler Tageszeitung online am 17. März 2019 

Fatale Verengung:

„Durch diese Reduktion auf nur drei Kompetenzen geht genau das an Bildung verloren, was eigentlich das Wesen von Bildung ausmachte, nämlich die Vielfalt, die unterschiedlichsten Dimensionen des Lebens, die unterschiedlichsten Dimensionen von Kultur und Gesellschaft, die unterschiedlichsten Formen von Weltaneignung, Weltverständnis und Selbstverständnis, die immer im Fokus von Bildungskonzepten und Bildungsanstrengungen gestanden sind.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Bundeslehrertag 2019 der ÖPU Oberösterreich, 27. März 2019

Sparen auf Kosten der Jugend beenden!

„Um eine Erhöhung des Budgets für die Schulen werden wir nicht herumkommen, wenn wir die Chancen für unsere Jugend nicht verschlechtern wollen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7 

Ressourcen statt Privatisierung!

„Mehr Ressourcen, vor allem auch fürs Gymnasium, müssen endlich her, denn in vielen Ländern lautet die Alternative zu einem stiefmütterlich behandelten öffentlichen Schulwesen schlicht Privatschule.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 3

Auf die Qualität kommt es an:

„Ich halte nichts davon, das Medium in den Vordergrund zu schieben und zu sagen, der Unterricht muss jetzt digital ablaufen. Der Unterricht muss zuerst und vor allem fachlich gut sein, und wenn digitale Medien einen guten Beitrag dazu leisten können, kann man das ja machen. Ich habe nur Sorge, dass gegenwärtig im politischen Diskurs angenommen wird, der Unterricht wird grundsätzlich besser, wenn wir ihn digital gestalten. Das glaube ich nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Thein, Standard online am 2. April 2019

Auf die ersten Lebensjahre kommt es an:

„‚Von Anfang an gehen aufgrund uneinheitlicher Startbedingungen sehr viele Chancen verloren. Auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten ist dieses Defizit nur schwer auszugleichen. Wir müssten früher, in den ersten Lebensjahren und im Kindergarten, mit individuellen Fördermaßnahmen ansetzen.‘ Ob einem Kind daheim vorgelesen oder mit ihm gesprochen werde, oder Kinder nur vor Fernseher oder Computer sitzen, mache einen massiven Unterschied aus.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Rapider Anstieg:

„Österreichweit geben 24 % der Kinder Deutsch nicht als ihre Erstsprache an, was einen Anstieg dieses Anteils von 7 Prozentpunkten im Vergleich mit 2013 darstellt. Im Vergleich der Bundesländer steigt dieser Anteil in Wien mit 12 Prozentpunkten (auf 50 %) am deutlichsten.“
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2018. Mathematik, 4. Schulstufe. Bundesergebnisbericht“ (2019), S. 56

Das US-amerikanische „Gesamtschulsystem“:

„Der Stanford Soziologe Sean F. Reardon zeigt auf Basis von Millionen Leistungstests aus allen US-Schulbezirken, wie ungleich Schulbildung nach Region und ethnischer Herkunft verteilt ist. Die Studierenden der besten Schulen, die nicht zufällig im Silicon Valley und bei Boston liegen, sind den schlechtesten um sechs Jahre voraus.“
Der Standard online am 4. März 2019

„Bildungspolitik“ im Fahrwasser der OECD:

„Einigen dürfte nicht einmal bewusst sein, in welchem Fahrwasser sie sich bewegen. Das trifft auch und gerade auf Teile der Reformpädagogik oder vielmehr der unentwegten Reformer zu, die die Schulen in einem bis zur Jahrtausendwende nie gekannten Eifer mit immer neuen Kursänderungen an den Rand der Verzweiflung getrieben haben.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Durchbruch nach zwei Jahrzehnten!

„Damit findet eine seit Langem erhobene Forderung der VCL endlich Einzug ins Regelschulwesen. […] Die Erfahrungen der Schulversuche lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass ein verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertevermittlung sowie zu gegenseitiger Toleranz und Respekt bringt und eine spürbare Verbesserung des Schulklimas bewirkt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der Vereinigung Christlicher Lehrerinnen und Lehrer an den höheren Schulen (VCL), Presseaussendung vom 6. März 2019